Subaru

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Informationen über Subaru

Subaru ist eine japanische Automobilmarke und die Automobilsparte des Unternehmens Subaru Corporation, die in Deutschland durch die Subaru Deutschland GmbH mit Sitz in Friedberg vertreten wird.

Obwohl Subaru der größte Hersteller von Allradantrieb-Pkw ist, ist er im Vergleich zu den meisten seiner Mitbewerber im Automobilbereich sehr klein, aber trotzdem seit Jahren profitabel.

Subaru war neben Jeep und Land Rover eine der wenigen Marken, deren Fahrzeuge in Deutschland ausschließlich mit Allradantrieb ausgeliefert wurden, bis der im Herbst 2003 eingeführte Justy diese Tradition durch die Kombination von Dieselmotor und Vorderradantrieb aufbrach. Sein Nachfolger Trezia bot keinen Allradantrieb. Trotzdem besteht das Portfolio aus sehr vielen Allradfahrzeugen, das 2008 sogar einen Boxer-Dieselmotor hervorbrachte.

Herkunft der Marke
Das Unternehmen geht auf einen Ingenieursbetrieb für Luftfahrt zurück, der bereits 1917 gegründet wurde und ab 1931 Flugzeuge produzierte. 1945 erfolgte die Dezentralisierung und die Produktion wurde umgestellt auf Motorroller, Karosserien für Omnibusse, Verbrennungsmotoren und Eisenbahnfahrzeuge.

Nach der Gründung von Fuji Heavy Industries am 15. Juli 1953 und dem Bau des ersten Automobil-Prototyps P1 1954 suchte man nach einem Namen für die künftigen Fahrzeuge des Unternehmens. Weil FHI aus sechs wiedervereinten Firmen des ehemaligen Konzerns Fuji Sanyo gegründet wurde, erfand der erste Präsident von FHI den Markennamen „Subaru“, was wörtlich sich zusammentun oder vereinen bedeutet und gleichzeitig der japanische Name des Sternhaufens der Plejaden ist. In Japan sieht man die sechs hellsten Sterne als das von alters her bekannte Sternbild Subaru an, so dass man dies als Vorbild für das Logo von Subaru wählte.

Geschichte
Das erste Automobil mit dem Namen Subaru war der Subaru 360, der ab 1958 mit Zweizylinder-Zweitaktmotor und Hinterradantrieb in Serie gebaut wurde. Weitere Fahrzeuge mit Zweirad-Antrieb (2WD) folgen in den kommenden Jahren. 1966 baute Subaru seinen ersten 4-Zylinder-Boxermotor der Unternehmensgeschichte, der zunächst im Subaru 1000 Verwendung fand. Der Subaru 1000 war das erste Japanische Serienmodell mit Frontantrieb. 1972 schrieb die japanische Elektrizitätsgesellschaft Tohoku Electric Su Company einen Auftrag für ein Automobil mit Allrad-Antrieb aus, um die schneebedeckten Berge Japans sicher erklimmen und dort Wartungsarbeiten an den Stromtrassen durchführen zu können. Um die Vorgaben an Budget und PKW-Format einhalten zu können, baute man das frontangetriebene Coupé Subaru Leone und darauf aufbauend den Kombi Leone Station Wagon 4WD mit zuschaltbarem Allradantrieb und Boxermotor. Subaru erhielt den Auftrag und der Leone wurde ab 1973 in die USA exportiert.

Die Jahresausstoß von Pkw und Nutzkraftwagen erhöhte sich vor allem Ende der 1970er Jahre stark von 176.00 Fahrzeugen (1975) auf 435.100 Fahrzeuge (1980).

Ab 1979 war die weiterentwickelte Version L1800 4WD in der Schweiz verfügbar. Bis heute ist die Schweiz, neben den Hauptmärkten USA und Australien, ein wichtiger Markt für Subaru. Mit einem noch übersichtlichen Modellprogramm wurde mit der Subaru Deutschland GmbH 1980 eine Importzentrale in Bad Hersfeld gegründet, um den deutschen Markt zu erschließen. Im selben Jahr suchte der Jäger Hans Willibald aus Bad Tölz ein geeignetes Auto für Straße, Wald und Flur und kaufte sich den damals in Deutschland noch unbekannten Subaru 1800 4WD. Von der Technik überzeugt, wurde er kurz darauf der erste Subaru-Händler in Deutschland. Als die Kapazitäten am Standort Bad Hersfeld erschöpft waren, kaufte Subaru 1985 ein 55.000 Quadratmeter großes Gelände in Friedberg und verlagerte seinen Sitz dorthin.

Nach der Einführung des permanentem Allradantriebs 1987 entwickelt Subaru in den folgenden Jahren sein Konzept des Symmetrical AWD konsequent weiter. Die Marktanteile in Deutschland blieben indes vergleichsweise klein.

In den 1990er Jahren erwarb Subaru die Namensrechte des Blitzen-Benz von Mercedes. Seither wurden mehrere sportliche Sondermodelle des Subaru Legacy produziert. Der Name ist in Japan ein Mythos, die Legacy-Blitzen-Modelle genießen deswegen Kultstatus.

Merkmale und Besonderheiten
Trotz des geringen Marktanteiles in Deutschland wird Subaru in den Listen der Fachzeitschriften wie ADAC motorwelt u. Ä. seit Jahren beim Thema Zuverlässigkeit, Verarbeitung und Zufriedenheit beständig in den obersten Rängen geführt. Auch schneiden die als langlebig geltenden Fahrzeuge von Subaru in den Statistiken zur Hauptuntersuchung des TÜV allgemein gut ab.

Subaru ist der weltweit erfolgreichste und größte Hersteller von Allrad-PKW und hat bis zum Jahr 2008 bereits über zehn Millionen Allradfahrzeuge verkauft und über 15 Millionen Boxermotoren gefertigt.

Obwohl Subaru im Vergleich zu Mitbewerbern ein sehr kleiner Hersteller ist und deshalb auch ein entsprechend kleines Budget für die Entwicklung hat, legt Subaru großen Wert auf Eigenkonstruktionen. Subaru ist bekannt für seine Fahrzeuge mit permanentem Allradantrieb, den Subaru als Symmetrical AWD bezeichnet (ein Hinweis auf die symmetrische Auslegung des Allradantriebs), und für die Verwendung von Boxermotoren, die durch die geringe Bauhöhe zu einem tiefen Schwerpunkt des Fahrzeugs beitragen und durch den bauartbedingten guten Massenkräfteausgleich sehr laufruhig sind.

Die Fahrzeuge von Subaru waren ab 1985 größtenteils mit einer Berganfahrhilfe (Hill Holder) ausgestattet.

Seit 2008 führt Subaru auch einen Dieselmotor im Programm. Es handelt sich dabei um einen Boxermotor mit 2,0 Litern Hubraum und Common-Rail-Einspritzung. Bis dato ist dieser Motor der weltweit einzige Boxer-Diesel. Nach nur 12 Jahren sollte 2020 mit der vollständigen Einstellung des Verkaufs von Diesel-Fahrzeugen auch deren Entwicklung komplett eingestellt werden.

Mit Ausnahme der Dieselmodelle sind, bis auf wenige Ausnahmen, alle in Europa angebotenen Kombiwagen von Subaru mit Schaltgetriebe zusätzlich mit einer Getriebeuntersetzung (Dual-Range) ausgestattet. Dies ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Herstellern von Allradfahrzeugen, da sonst nur Geländewagen mit einer Untersetzung ausgerüstet werden.

Typisch für Subaru waren auch die rahmenlosen Seitenfenster, auf die aber seit 2009 aus sicherheitstechnischen Gründen vollends verzichtet wird.

Einige Jahre lang konnten Subaru-Fahrzeuge aller Serien auf Wunsch auch mit einer Autogasanlage ab Werk ausgeliefert werden. In wiederkehrenden Aktionen bot Subaru diese ecomatic genannten Versionen den Kunden auch ohne Mehrpreis an. Die Autogasumrüstung ist jedoch u. a. aufgrund des Vorhandenseins eines Dieselmotorenangebotes und der Homologationsprobleme für die Euro-5-Abgasnorm nicht mehr im Programm.

Kooperationen
Von 2000 bis Oktober 2005 hielt General Motors einen 20%igen Anteil an Fuji Heavy Industries und es wurden einige Automodelle gemeinsam entwickelt und vermarktet. So wurde z. B. der Saab 9-2X auf Basis des Subaru Impreza entwickelt, oder der Subaru Traviq (der nicht in Deutschland erhältlich war) auf Basis des Opel Zafira. Geplant war ebenfalls die Einführung eines neuen Modells des Subaru Justy auf Basis des Opel Corsa sowie ein neuer Saab-SUV auf Basis des Subaru B9 Tribeca, was dann aber doch nicht verwirklicht wurde.

Seit Oktober 2005 besteht eine Kooperation zwischen Fuji Heavy Industries und Toyota Motor Corporation. Toyota hält seit April 2008 eine Minderheitsbeteiligung von 16,5 % an Fuji Heavy Industries. Gemeinsam sollen diverse neue Modelle entwickelt werden. Als erstes Ergebnis dieser neuen Kooperation wurde der Daihatsu Sirion der Toyota-Tochter Daihatsu ab September 2007 als eine neue Version des Justy verkauft. Neben einem Produktionsauftrag für Toyota-Modelle in den USA erhält Subaru voraussichtlich auch Zugang zur Hybrid-Technik von Toyota.

Früher fertigte Fuji Heavy Industries zusammen mit Suzuki in deren Werk in Esztergom/Ungarn (Magyar Suzuki) die weitestgehend identischen Fahrzeuge Justy und Suzuki Ignis (vorher Suzuki Swift). Diese Zusammenarbeit wurde aber nach dem Ende der Beteiligung von General Motors an Fuji Heavy Industries ebenfalls beendet (Suzuki befand sich ebenfalls teilweise im Besitz von General Motors). In den USA wurde derselbe Wagen unter dem Namen Geo Metro vermarktet.

Seit 1987 betrieb Subaru in Indiana (USA) ein Werk zusammen mit Isuzu als Joint Venture, in dem Fahrzeuge beider Marken (und von Honda) gefertigt wurden. Im Jahr 2003 kaufte Fuji Heavy Industries die Anteile von Isuzu und betreibt das Werk seitdem in Eigenregie (Subaru of Indiana Automotive). Von 2007 bis 2016 wurde dort auch der Toyota Camry gefertigt.

Etwa 2020 entwickelte Subaru mit Toyota für Elektrofahrzeuge die e-TNGA-Plattform.